Weitere Wanderung mit Werner Knuth
14.07.2026von Jürgen Wasmuth
Vogelstimmen wahrnehmen und sich an Frühblühern und der erwachenden Natur erfreuen
12 Frühaufsteher aus dem Kneippverein oder sonst an der Natur interessierte Teilnehmer trafen sich am 12. April 2026 zum morgendlichen Spaziergang durch die vielfältige Natur des Hinüberschen Gartens und der Leine in Marienwerder. Ein geplanter 2.Spaziergang konnte aus Pressetermingründen leider nicht stattfinden.
Bei angenehmen Temperaturen, ohne Wind und Regen, haben sich unsere Hoffnungen erfüllt, viel von den gefiederten Waldbewohnern zu hören und ihren Lebensraum etwas näher kennenzulernen.
Wenn auch einige Vögel (z.B. Grasmücken, Nachtigallen, Kuckuck und Pirol) noch auf der Rückreise aus den Winterquartieren waren, konnten wir Kohl- und Blaumeisen, Singdrosseln, Zilpzalp, Kleiber, Buch- und Grünfinken hören oder auch sehen. Übertroffen wurden alle von vielen Rotkehlchen- und Zaunköniggesängen. Aber auch die weniger auffällig lauten, wie Goldhähnchen und Baumläufer, wurden dank modernster Technik wahrgenommem.
Bunt-, Schwarz- oder Grünspechte hatten sich eher zurückgehalten, weil sie mit dem Brutgeschäft zu tun hatten.
Bei den Frühblühern dominierten Buschwindröschen, der duftende Lerchensporn und auch das Scharbockskraut. Auch die beiden Aronstabarten (gefleckter sowie ungefleckter) waren bereits zu finden, wenn auch noch ohne Blüten.
Der letztjährige Revierstreit um ein Nest zwischen einem Rotmilan und einem Bussard in Baumwipfelhöhe am Waldrand in Nähe des „Hexentempels“ war entschieden – die Bussarde versorgten den Nachwuchs mit Futter in ihrem Horst. Im Wald hinter dem Waldkauz haben wir zufällig einen neuen Habichtshorst mit geschäftigem Flugbetrieb entdeckt.
Nach ca. 2 ½ Std. Rundgang äußerten die Teilnehmer ihre Zufriedenheit über die vielen gehörten, gesehenen und erfahrenen Neuigkeiten aus Fauna und Flora im Hinüberschen Garten und Interesse an Wiederholung in 2027 bekundet.
Mein Fazit und seit Jahren beobachtet: Die Artenvielfalt nimmt nur langsam ab, z.B. der Kiebitz als besonders auffälliger Flieger in den Leinewiesen ist seit Jahren aus Garbsen verschwunden.
Aber die Anzahl der jeweiligen Artenangehörigen nimmt unvermindert weiter ab.


